Diskurswandel im Werk Carl Einsteins

Klaus H. Kiefer hat der Carl-Einstein-Gesellschaft/Société-Carl-Einstein eine überarbeitete Version seines 1994 erschienenen Standardwerks zu Carl Einstein, Diskurswandel im Werk Carl Einsteins, zur Verfügung gestellt.

Wir danken Herrn Kiefer herzlich und freuen uns, es in Absprache mit dem Verlag hier zum kostenlosen Download bereitstellen zu können.


Einstein-Tagung 2017

Vom 2.–4. Februar 2017 findet in Karlsruhe die Tagung Carl Einstein Re-Visited: Die Aktualität seiner Sprache, Prosa und Kunstkritik statt. Das Programm der Tagung ist hier abrufbar.


Aktuelle Publikationen:


Michael Baumgartner, Andreas Michel, Reto Sorg (Hg.)

Historiografie der Moderne

Carl Einstein, Paul Klee, Robert Walser und die wechselseitige Erhellung der Künste

Paderborn: Wilhelm Fink 2016

Die Werke von Carl Einstein, Paul Klee und Robert Walser gelten in der Historiografie der Moderne als ›singulär‹ und repräsentativ für die ›wechselseitige Erhellung der Künste‹. Die Beiträge des Bandes untersuchen, wie sich in der historiografischen Behandlung der drei Zeitgenossen Beschreibungskategorien wie Intermedialität, Transnationalität und Pluridisziplinarität topisch verdichten. Die angewandte Kombination bildhistorischer und textwissenschaftlicher Perspektiven erweist in exemplarischer Weise, wie sich die modernen Künste nicht nur selbst reflektieren, sondern auch ausdifferenzieren und hybridisieren müssen, um der als immer bildmächtiger und dynamischer erlebten Wirklichkeit – dem überwältigenden ›Simultané‹ (Carl Einstein) – noch gewachsen zu sein. Der Band ist ein Gemeinschaftswerk der Carl-Einstein-Gesellschaft, des Zentrums Paul Klee und des Robert Walser-Zentrums.


Antonius Weixler:

Poetik des Transvisuellen

Carl Einsteins »écriture visionnaire« und die ästhetische Moderne

Berlin/Boston: de Gruyter 2016

Die verba videndi stellen das meist verwendete Wortfeld im Gesamtwerk Carl Einsteins dar. Bildsprachlichkeit wird dabei nicht nur auf formaler Ebene dargestellt, sondern durchgehend auch inhaltlich in Form einer ausgeprägten Polemik, die auf eine Absage und Kritik an herkömmliche bildsprachliche Verfahren wie Metaphorik oder Allegorik abzielt, verhandelt. In sämtlichen Werkphasen und Textgattungen ist die Auseinandersetzung mit dem Sehen und Erkennen, mit den Möglichkeiten bzw. Unmöglichkeiten einer adaequatio-Relation zwischen ›Realität‹ und Sprache sowie mit dem Verhältnis von Perzeption und ästhetischem Ausdruckspotential das thematische Gravitationszentrum in Einsteins Werk. Mit dem Transvisuellen wird dieses zentrale Thema Einsteins mit einer prägnanten Begrifflichkeit benannt. In der Kontextualisierung mit den zeitgenössischen Diskursen der Kritik am Sehen und der Sprachkritik zeigt sich, dass Einstein mit seiner Poetik des Transvisuellen eine bedeutende sowie eigenständige Position im komplexen Diskursgeflecht der Moderne einnimmt.